FDP-Antrag: Litfaßsäulen als Werbeträger
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  Bensheim. Zurück zu den Marketing-Wurzeln: Der Magistrat wird in den nächsten Wochen prüfen, ob an zentraler Stelle in Bensheim und Auerbach Litfaßsäulen aufgestellt werden können. Ein entsprechender FDP-Antrag in der Stadtverordnetenversammlung wurde mehrheitlich befürwortet. "Wir haben die gute Idee zweier Bürgerinnen aufgegriffen", erklärte Fraktionschef Holger Steinert. Gerda Pomy und Monika Toebe hatten sich in Leserbriefen im Bergsträßer Anzeiger dafür eingesetzt, öffentliche Werbemöglichkeiten für Kulturtreibende einzurichten.

In diese Richtung zielt der Vorstoß der Liberalen. Der Magistrat soll einmalige und laufende Kosten für das Vorhaben ermitteln, geeignete Standorte benennen und bei Kommunen Erfahrungsberichte einholen, in denen solche Säulen stehen. Hauptkriterium - abgesehen von den Finanzen: Auf den Flächen dürfen nur auf nicht-kommerzielle Veranstaltungen von Bensheimer oder Bergsträßer Vereinen und Initiativen sowie Einrichtungen der Stadt und des Kreises hingewiesen werden. Firmenlogos möglicher Sponsoren wären jedoch zeitweise erlaubt. In der ersten Sitzung nach der Sommerpause sollen die Ergebnisse vorgelegt werden.

Im Stadtparlament gab es zu diesem Punkt wenig Diskussionsbedarf. Joachim Uhde (BfB) wies darauf hin, dass es im Zeitalter des Internets und der Smartphones andere Möglichkeiten der Information gebe. Außerdem wären solche Werbeträger immer wieder Ziele von Vandalen. Dennoch ("weil es eine schöne Idee ist") stimmten die "Bürger" zu - ebenso wie CDU, FWG und GLB.

Weniger entgegenkommend präsentierten sich die Sozialdemokraten in diesem Punkt. "Es ist ein veraltetes Medium, zudem werden die Stadtteile nicht berücksichtigt. Wir lehnen den Antrag deshalb ab", sagte Fraktionsvorsitzender Philipp Thoma. dr

© Bergsträßer Anzeiger, Freitag, 28.06.2013

 
 
 
 
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