Kolb zu Besuch bei FDP Bensheim
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  Bei seinem Besuch in Bensheim zeigte sich Dr. Heinrich Kolb sehr zuversichtlich, was die Bundestagswahlen im September angeht. "Acht Prozent plus x", formulierte der stellvertretende Vorsitzende der FDP-Bundestagsfraktion die Zielvorgabe. Kolb führt die hessische Liste der Liberalen bei der Bundestagwahl an. Der sozialpolitische Sprecher der FDP glaubt Umfragen nur bedingt. Derzeit rangiert die Partei je nach Institut zwischen vier und sechs Prozent. "Wir werden das übertreffen", so Kolb, der davon ausgeht, dass die Liberalen weiterhin als Regierungspartner eine Rolle spielen werden. "Die FDP hat sich rechtzeitig erholt." Dass 90 Tage vor der Wahl noch rund 26 Prozent der Wähler nicht genau wissen, wo sie am 22. September ihre Kreuzchen machen sollen, sieht der 57-Jährige als Chance: "Wir müssen unsere Kräfte gut einteilen und die Menschen überzeugen." Seine Fraktion charakterisiert er als bürgernah, sachorientiert und unbequem. In Bensheim sprach sich Kolb gegen Vermögensabgaben aus. Eine sogenannte Reichensteuer reiche viel tiefer in die Gesellschaft hinein, als dies gemeinhin angenommen würde. "Ab 3000 Euro netto gehört man schon zu den zehn Prozent der deutschen Großverdiener." Dies sei zwar viel Geld, aber keineswegs ein Indikator großen Reichtums. Er halte nichts von neuen Umverteilungsvorschlägen, um privaten Reichtum für die nachhaltige Finanzierung öffentlicher Aufgaben heranzuziehen. Es sei sinnvoller, die positiven Trends stärker in den Vordergrund zu stellen. Kolb verwies auf die guten Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt. Die Vollzeitbeschäftigung sei so hoch wie lange nicht, der Anteil der Niedriglohnbeschäftigung gehe zurück. Auch an der Haushaltskonsolidierung, die bereits unter Rot-Grün begonnen wurde, müsse man weiter arbeiten. Der FDP-Mann ist zuversichtlich, dass die Vorgabe der Regierungskoalition auf eine Drosselung der Nettoneuverschuldung auf 17 Milliarden Euro realistisch und machbar ist. tr © Bergsträßer Anzeiger, Dienstag, 25.06.2013  
 
 
 
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