Bürgermeisterwahl: Liberale fassen Grundsatzbeschluss
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  Aus dem Bergsträßer Anzeiger vom 6.3.08, www.morgenweb.de

Bürgermeisterwahl: Liberale fassen Grundsatzbeschluss

FDP ohne eigenen Kandidaten

Bensheim. Die FDP wird keinen eigenen Kandidaten ins Rennen um den Chefsessel im Rathaus schicken. Das teilte Vorsitzender Holger Steinert gestern auf Anfrage mit. Der Vorstand hatte sich am Dienstag einstimmig gegen eine Nominierung für den Bürgermeisterwahlkampf ausgesprochen.

"Es gab mehrere Gründe. Hauptsächlich sind uns die potenziellen Kandidaten abhanden gekommen", erklärte Steinert. Zwei Favoriten der Bensheimer FDP (beide aus Südhessen) hätten inzwischen andere hauptamtliche Funktionen übernommen und stünden nicht mehr zur Verfügung. Das zeige, dass die FDP in beiden Fällen keine schlechte Wahl getroffen hätte, so Steinert. Namen wollte er nicht nennen. Ein weiterer möglicher Kandidat sagte von sich aus ab. "Wir haben alle Optionen ausgereizt", betonte Steinert. Vor sechs Jahren mit Dr. Molter

Am morgigen Freitag (7.) wird der Beschluss der Mitgliederversammlung vorgetragen. Eine Wahlempfehlung wird die FDP bis auf weiteres nicht abgeben. Dazu sieht Steinert keine Veranlassung. Seine Partei sei nicht, im Gegensatz zu der GLB, vertraglich festgelegt. Die Grüne Liste befindet sich bekanntlich in einer Koalition mit der CDU und wird deshalb keinen eigenen Kandidaten gegen Bürgermeister Thorsten Herrmann aufstellen.

Vor sechs Jahren waren die Liberalen in Bensheim mit Dr. Dierk Molter angetreten. Er erhielt einen Stimmenanteil von 7,9 Prozent.

Nach jetzigem Stand läuft es bei der Wahl 2008 auf ein direktes Duell zwischen Amtsinhaber Herrmann (CDU) und Herausforderin Christine Klein (SPD) hinaus. Die Freien Wähler haben sich ebenso wenig öffentlich erklärt wie die von Franz Apfel geführte neue Wählergemeinschaft "Bürger für Bensheim".

Am 13. März (Donnerstag) wird von der Stadtverordnetenversammlung der Wahltermin festgelegt. Wahlleiter Thomas Herborn und sein Team favorisieren den 17. August, allerdings ist auch der 15. Juni im Gespräch, sollte es bei zwei Bewerbern bleiben.

Herborn hatte bereits über den rechtlichen Hintergrund aufgeklärt: "Noch am 66. Tag vor der Wahl können Kandidaten aufgestellt werden. Um Bürgermeister-Kandidat zu werden, braucht man 90 Unterstützer-Unterschriften von Wahlberechtigten und muss die üblichen Wählbarkeits-Auflagen erfüllen." dr

Bergsträßer Anzeiger

06. März 2008

 
 
 
 
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